Wir sind Münchner Akteur*innen für BNE und Globales Lernen mit Kindern, Jugendlichen und Multiplikator*innen

Was ist die Akteursplattform?

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Globales Lernen (GL) werden in und um München von einer Vielzahl an Akteur*innen getragen: freie Träger wie Umwelt- und Nachhaltigkeitsinitiativen, Eine-Welt- und Solidaritätsgruppen, Vereine, Verbände, Hochschulen und (Umwelt-)Bildungseinrichtungen. Diese Akteur*innen sind wir. Seit über 30 Jahren setzen wir uns für qualitativ hochwertige Bildungsangebote, Vernetzung und Qualifizierung ein und führen Bildungsprojekte zu Themen der Nachhaltigkeit und des Globalen Lernens durch. Die Akteursplattform BNE ist unser gemeinsames Medium für Austausch, Qualitätssicherung und Weiterentwicklung von BNE in München. Hier stellen wir unsere Angebote und Positionen gemeinsam dar.

Unsere Ziele

München hat sich mit der Unterzeichnung der Agenda 2030 des Deutschen Städtetages verpflichtet, zukunftsfähige Entwicklungen lokal umzusetzen. Im Sinne des UNESCO-Weltaktionsprogramms BNE leistet Bildung dazu einen wesentlichen Beitrag. Doch qualitätsvolle Bildung braucht qualifizierte Multiplikator*innen, und deswegen gehören BNE und GL in die Ausbildung von Lehrkräften, pädagogischen Fachkräften und Pädagog*innen der Kinder- und Jugendarbeit. Dafür setzen wir uns ein. Unser Ziel ist es, BNE und GL in München in allen Bildungsbereichen zu verankern; formal, non-formal und informell. Deswegen unterstützen wir auch die Entwicklung einer BNE-Konzeption der LH München.

Wer kann Fortbildungen anbieten?

Hochwertige BNE und GL muss bestimmte Anforderungen erfüllen. Gemeinsam haben wir uns auf Qualitätskriterien geeinigt, die gute Bildungsformate auszeichnen: Die Fort- und Weiterbildungsangebote
  • orientieren sich an einem ganzheitlichen Verständnis von BNE und GL,
  • werden von qualifizierten Personen durchgeführt,
  • fokusieren auf Vermittlung relevanter Inhalte, interaktiver Methoden und aktiver Teilhabe und Förderung von Gestaltungskompetenz
  • berücksichtigen Alter, Bedürfnisse und Hintergründe der Teilnehmenden.
Sind alle genannten Punkte erfüllt, freuen wir uns, wenn Sie ein Angebot einstellen.

Unser Verständnis

von Bildung für nachhaltige Entwicklung und Globalem Lernen

BNE & GL berücksichtigen die Verwobenheit von ökologischen, sozialen, ökonomischen, politischen und kulturellen Aspekten. Innerhalb dieses Komplexes verfolgen sie zahlreiche Ziele, zum Beispiel Naturräume kennen- und schützen zu lernen, nachhaltiges Mobilitätsverhalten zu fördern, sorgfältig mit Ressourcen umzugehen, Bewusstsein für biologische, regionale und faire Ernährung zu schaffen, suffizientes Konsumverhalten zu fördern oder sich für soziale Gerechtigkeit, Diversität und Inklusion einzusetzen. Dabei reflektieren ihre Teilnehmer auch Zielkonflikte in Entscheidungsprozessen und betrachten zeitliche und räumliche Dimensionen ebenso wie regionale und weltweite Bezüge. Durch lokale Aktivitäten mit globalen Bezügen erleben sie einen Perspektivenwechsel. BNE & GL sollen umsetzungsnah sein, deswegen greifen sie alltagsrelevante Bezüge aus der Lebenswelt der Zielgruppen auf und fördern konkrete Handlungsmöglichkeiten. Damit stärken sie die Gestaltungskompetenz ihrer Teilnehmer. Darüber hinaus wird die Zielgruppe zur Partizipation an Gestaltungsprozessen ermutigt und bestärkt. Methodisch leben BNE & GL leben durch eine Vielfalt an Asntätzen sowie durch handlungs- und erlebnisorientiertes Lernen.

Die 5 wesentlichen Handlungsbedarfe

für BNE und GL in München

Um unsere Bildungsarbeit an einer zukunftsfähigen Entwicklung auszurichten, müssen wir uns kontinuierlich über unsere Bildungsansätze verständigen. BNE hat den Anspruch, Inhalte und Zielgruppen der eigenen Bildungsarbeit zu hinterfragen. Dies erfordert eine Reflexion von Machtverhältnissen (z. B. in Institutionen, zwischen Generationen und Ländern) sowie der eigenen Perspektive. Für einen hochwertigen Prozess brauchen wir es verlässliche Netzwerk-Strukturen mit ausreichend Ressourcen.

Damit Menschen allen Alters im Lauf ihrer Bildungsbiographie regelmäßig BNE und GL erleben, müssen beide in formalen und informellen Bildungseinrichtungen verankert werden. Sie müssen verbindlich in die Entwicklung von Leitbildern der Bildungsinstitutionen und in Bildungskonzepte einfließen.

Lernorte (Bildungseinrichtungen, Schulen und Institutionen, aber auch Zwischennutzungen oder Freiräume) sollen so entwickelt werden, dass alle Menschen Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit erleben können und Zugänge zur sozial-ökologischen Transformation erhalten. Bildungseinrichtungen müssen Standards entwickeln und Nachhaltigkeitsstrategien umsetzen (z. B. Beschaffungswesen, Abfallkonzept), um glaubwürdige Lern- und Erfahrungsräume zu sein (Whole Institution Approach). Die Stadt München muss hier eine Vorreiterrolle einnehmen.

Qualitätsvolle BNE & GL brauchen qualifizierte Multiplikator*innen; im formalen, non-formalen und informellen Bereich. BNE & GL müssen deswegen bereits in die Ausbildung von Lehrkräften, pädagogischen Fachkräften und Pädagog*innen der Kinder- und Jugendarbeit einfließen, und sie müssen in Fort- und Weiterbildungen vermittelt werden.

Um BNE & GL auszubauen und langfristig zu sichern, braucht es ausreichend Mittel für kontinuierliche und dauerhafte Maßnahmen. Bestehende Angebote müssen ausgebaut und Innovation gefördert werden. Die Arbeitsverhältnisse innerhalb vo BNE & GL müssen existenzsichernd sein. Bildungsakteur*innen müssen sich über Angebote und deren Qualitäten verlässlich und leicht informieren können. Hierzu braucht es geeignete Kommunikationswege und Zugänge.

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